SCUSI ...... ELBA???

30.04. – 02.05.2004

Endlich!! Die harten Wintermonate der Treffenabstinenz sind überstanden, was gibt es also schöneres, als den Saisonauftakt am Meer zu verbringen!?
Gesagt getan mühten wir uns also die knapp 1000km nach Elba hinab. Der Keusche und der Zupfer (die Abartigen) natürlich mit der Vespa!
Evelyn R., Nicki und ich (Johanna) folgten ihnen dann später mit dem Auto nach.
Somit gibt es auch 2 Seiten der Geschichte:

Donnerstag 06.00h:
Die Vespa aufgepackelt und mit einer Menge Motivation an Board trafen der Karl und ich uns beim Bäcker damit wir noch Reiseproviant aufladen konnten für die etwas anstrengende Pilgerfahrt mit Ziel Elba.
Nach einer knappen Stunde haben wir Salzburg passiert und waren auf dem Weg nach Tirol durch das "kleine Deutsche Eck". In Wörgl wo unsere Vespen das erste mal Sprudel brauchten waren wir komplett durchgefroren!
So gegen 9 fuhren wir auf der A12 bei Innsbruck vorbei und kamen eine halbe Stunde später bei heftigen Gegenwind (2. Gang – 40km/h) am Brenner an. Die Maut bezahlt rasten wir Richtung Sterzing wo wir dann endlich die erste Pause machten. Dann ging es immer weiter am Gardasee, Montava vorbei bis wir endlich Modena nord erreichten und wir uns Richtung Maranello durchfragten. Vorm Ferrari Werk kurz ein paar Bilder gemacht ging es wieder weiter Richtung Apenninen Gebirge wo uns dann der bösartige Apennin Geist Regen brachte und wir in Lama Mocogno gegen halb acht eintrafen und das Zelt für eine Nacht aufschlugen. In einer Trattoria noch mit den besten Nudeln verwöhnt hatten wir nach ein paar Bier endlich die Schnauze voll von diesem Tag.

Donnerstag 22.00h:
Ganz gegen die üblichen Verspätungen machten wir uns mit Evelyn’s Höllengefährt (VW Passat mit irgendwelchen dubiosen Geräuschen bei den Hinterreifen) pünktlich auf den Weg Richtung Napoleons Exil.
Die Fahrt war eigentlich ziemlich problemlos, und so trafen wir am Freitag 08.00h morgens im Hafen Piombino’s ein. Nun ja, 3 Frauen in einem fremden Land, da waren wir uns gar nimma so sicher mit der richtigen Fähre ... schließlich wollten wir ja nicht auf Korsika landen oder so. Also lange Rede, kurzer Sinn .. Nicki fragte einfach mal nach, und da wir ja in Italien sind ... auf italienisch ... und Nicki hatte schließlich letztes Jahr einen Hausfrauen-Italienisch-Kurs besucht!!! Tja mit bester grammatikalisch und vokabularisch überlegter Fragestellung wannte sie sich dann an die Fahrerin im Nebenauto: "Scusi ........ ELBA???" Worauf die Dame im Auto mit münchner Kennzeichen nur verwirrt nicken konnte. Der Wettergott hatte es Gottseidank auch gut mit uns gemeint, und nachdem wir ein paar Stoßgebete gen Himmel schickten, kam auch schon die Sonne hervor. Also haben wir uns einen Radler gepackt und haben die Überfahrt nach Elba, unter den neidischen Blicken der deutschen Seniorengruppe auf unsere Durstlöscher, genossen.

Freitag 07.30h:
Die Nacht war kalt und nass aber trotzdem waren wir wieder guter Laune und machten uns auf den Weg endlich den schiefen Turm zu sehen, aber da kam abermals der Geist des Apennin mit voller Wucht und brachte uns das schlimmste Wetter (Regen, Nebel, 4°C auf 2 Pässen) vorbei und somit zog sich die Fahrt nach Pisa bis annähernd Mittag und verbrauchte auch noch gleich unsere ganze Kraft und Motivation für diesen Tag.
In Pisa angekommen kämpften wir uns im super geilen italienischen Verkehr zum "Palazo di Miracoli" wo der Turm "empor schieft". Kurz ein paar Fotos und dann gings auf zum finalen Ritt zur Fähre nach Piombino wo wir die Fähre um 2 nahmen um auf die Insel zu kommen. Auf der Fähre war das Wetter gar nicht mal so schön und da befürchteten wir dass der Geist des Apennins auch Einfluss auf Elba hat was sich aber dann bei blauem Himmel und 25° als falsch herausstellte. Die Insel durchfahren, trafen wir endlich nach ca. 900km am Treffen ein wo uns auch gleich der Harry mit "Vino for free" begrüßte und wir das gemeinsame Leid der letzten Tage kräftig begossen!

Freitag 10.30h:
Endlich angekommen, suchten wir Mädls gleich mal einen geeigneten Schlafplatz.
Das Rungelände allgemein war der Wahnsinn! Stellt euch nur vor, ihr sitzt in einem Liegestuhl am Strand, neben euch einen riesigen Krug Chianti (for free!! Wie schon erwähnt), im Hintergrund spielen sie Soul & Ska und ihr blickt in den Sonnenuntergang auf’s Meer vor euch ... na ... seids jetzt neidisch!!??
Tja, somit haben wir uns am 1. Abend gleich mal so richtig die Kante gegeben mit dem Gratiswein, dass wir leider nimma allzu viel wissen. Nur, dass sich der Harry B. um 7 schon hingelgt hatte und um 2 Uhr früh wieder auferstanden war als wäre nix gewesen, oder, dass wir ca. 3 bis 4 mal vom Campingplatz, welcher ca. 500m vom Nighter entfernt war, mit irgendwelchen Vespisti mitgefahren sind, wobei ich mir meine Hose zerstört hab, da diese sich mit dem Schwung vereinigt hatte!! Tja, fahre niemals im Rausch mit einer Vespa ohne Seitebacke mit!!!
Samstag irgendwann gegen Mittag:
Nachdem wir unsere Nachwehen vom Vorabend mit der Chemiekeule bekämpften (Influbene hilft nicht nur bei Grippe), begaben wir uns gleich mal auf Inselerforschungstrip. Aber da wir leider zu 5. etwas zu viel waren für 2 Vespen lieh sich die Evelyn kurzerhand die geilste Vespa von hier bis Texas aus. Wer Harry B’s Alltagsroller kennt, der weiß wovon ich spreche ... und jetzt stellt euch noch die Evelyn drauf vor!! Trotz größter Anstrengung schaffte sie es nur knapp das Ungetüm vom Stapel laufen zu lassen. Aber letztlich konnten wir unsere Tour dann doch starten, also Sturzhelm auf und los gings – wobei wir die größte Freude mit Nicki hatten, da sie mit ihrer Halbschale aussah wie Calimero!*g*
Zum Mittagessen landeten wir in einem netten kleinen Bergdörfchen, wo wir wahnsinnig gut & günstig aßen und was machen Frauen neben Essen am liebsten ... klar!!! EINKAUFEN!! Also gabs auch gleich noch was neues für die Augen und wir statteten uns alle mit der neuesten Sonnenbrillenkollektion aus – sogar der Zupfer!!! (--> coole Brille hast du da!!) Am Nachmittag starteten wir dann mit Harry, Sven und Fergi durch nach Porto Azzur. Der Keusche hat leider geschwächelt, dabei hat er eine tolle Fahrt auf der Insel versäumt. Wieder am Treffen angekommen haben wir uns dann an den Strand geflaukt und das Programm vom Vortag fortgesetzt. Evelyn und ich haben dann natürlich gemäß der Altheimer Ehre bis in die Früh durchgetanzt und sind erst bei Vogelgezwitscher ins Zelt. Zu welchem wir nicht mehr ganz so sicher vom Speedy und Klaus gebracht wurden. Hätten wir die Fahrkünste der Beiden vorher gesehen, wären wir wohl niemals mitgefahren!!

Sonntag 06.00h:
Zu dieser Zeit war noch gar nicht so viel los auf dem Treffen, aber wir hatten einen langen Weg vor uns, also zogen wir los um die erste Fähre an diesem schönen Tag zu erreichen.
Nach kurzem Übersetzen starteten wir unsere Roller Richtung Heimat, und um den Geist des Apennins nicht noch einmal herausfordern zu müssen wählten wir die Route auf der Autostrada A12 nach La Spezia und A15 nach Parma wo wir anschließend auf der SS343 in die Mittagspause im Park von Mantova gerast sind. Nach einer Stärkung gings vorbei am Gardasee und begann die Anfahrt am Brenner wo wir aber diesmal mit Rückenwind echt schnell beim Mc Donalds (Europabrücke) gelandet sind. Es war mittlerweile halb sieben am Abend und wir wussten, dass Altheim nur noch gut 3 Stunden entfernt war also rauf auf die Vespa und ab nach Hause war unsere Devise. Das Wetter spielte mehr oder weniger mit, aber die Nacht brach herein und jeder Vespafahrer weiß wie das Licht unserer italienischen Prinzessinnen ist, und dann auch noch bei nassem Wetter, aber nichts desto trotz haben wir Altheim um halb elf, nach einer durchgehenden Fahrt von ca. 16h ohne jegliche Probleme erreicht. Also die beiden 200er Vespen liefen die insgesamt fast 2000km lange Reise ohne irgendwelche Defekte – muss man echt loben!

Sonntag gegen Mittag:
Nicki hatte schon den ganzen Zeltplatz aufgeräumt, den Kofferraum neu eingeschlichtet und alles andere in Ordnung gebracht bis sie sich entschlossen hatte uns dann doch endlich mal zu wecken.
Noch etwas benommen, aber relativ fit (es war ja schon alles von Nicki erledigt worden) machten wir uns dann zügig aus dem Staub um in Pisa auch noch dieses schiefe Ding anzusehen. Und nach einer kleinen Stärkung gings dann auch gleich flott weiter ... ja, ja ... flott. Kennt ihr den italienischen Verkehr???!!! Also sind wir dann bis Modena im schönsten Feiertagsverkehr heraufgetuckert. Wobei im Nachhinein wars eh nicht so schlecht, dass es so langsam voran ging, da die Geräusche von Evelyns Auto aus dem hinteren Bereich immer lauter wurden, und wir schon Angst hatten, es würde abheben. Also wiedermal die halbe Fahrt mit Stoßgebeten, es möge doch bitte noch bis zum Brenner halten, verbracht. Letztlich sind wir aber dann doch zwar etwas fertig aber heil nach etwa 12 Stunden Fahrt in Altheim angekommen. Und fast so wie unsere Männer stolz auf ihre Vespen waren, waren wir stolz auf Evelyns Passat, der uns dennoch im Ganzen heimgebracht hat!

Resume: Ein tolles Treffen und gerne wieder!!!

Und noch speziell für unsere liebe Nicki:

Cali - mero, mit Som - brero
Kücken aus Palermo, wenn wir dich sehn sind wir seeehr froooh,
Cali – mero, mit Som -brero

by Johanna und Zupfer

>mehr Fotos gibts hier zu sehen<


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