EUROVESPA TURIN
16. – 18. Juni 2006
So, die Zeit ist reif, endlich wiedermal einen Bericht zu verfassen. Nach der nun schon etwas länger andauerenden kreativen Hungersnot habe ich mich aufgerafft um ein paar nette Zeilen über die Eurovespa in Bella Italia zu verfassen.
Naja, wie soll ich sagen, die Eurovespa war zwar ganz schön, aber das was wir uns erwartet hatten, traf nicht ein.
Nachdem wir anscheinend von Pörtschach so verwöhnt waren, was Organisation usw. betraf, sind wir etwas enttäuscht wieder heimgefahren – was nicht heißt, dass wir keinen Spaß hatten.
Aber mal von Anfang an:
Mittwoch,14. Juni 2006, Donnerstag, 15. Juni 2006:
Nachdem wir Dank Schlafmütz’s Papa ein geräumiges Transportgerät hatten, dachten wir, es wäre ein Kinderspiel das Gepäck von 12 Leuten unterzubringen – und obwohl wir noch einen Dachträger von Christine hatten, wars ziemlich eng im Multivan!!!
Dort fanden Platz: Schlafmütz, Nicki, Judith, Evelyn R., Christine, Ich und natürlich um auch einen Hauch von Testosteron auf der Fahrt zu verspüren der BÄR ( ein Bär von einem Mann und 6 Frauen eingepfercht auf engstem Raum – mehr brauch i gar net sagen ).
Mit einem weiteren Auto als Unterstützung (sonst hätten wir das Gepäck nieeeeemals untergebracht) kamen der Manfred (von den Rivoltas), Evelyn B. und Daniela.
Und die Kerle unter uns, die es wagten den beschwerlichen Weg nach Turin per Vespa zurückzulegen waren: der Zupfer, Keusche, Robi, Jocky und Mike.
So – nach unserem Abschiedsradler beim Leckerl in Altheim begaben wir uns so um Mitternacht gen Richtung Süden. Die Burschen waren ja schon seit dem Nachmittag etwa um 16 Uhr voll in ihrem Element, und kamen so ohne gröbere Probleme schon bis Südtirol, wo sie an einem Waldrand schön idyllisch neben einem Bienenstock nächtigten!
Wir Mädls der Bär und der Manfred erreichten so um halb 8 Früh unseren 1. Halt, den Lago di Garda, wo wir als erstes mal einen perfekten Capucco tranken und dann natürlich uns dem Shoppen widmeten, da wir zufälligerweise!!! genau zum Straßenmarkt richtig kamen. Wobei anzumerken ist, dass die Person die als erstes und am meisten einkaufte der Bär war!
Der restliche Tag gestaltete sich eher entspannt – wir lagen faul am Gardasee herum und warteten, bis die Burschen eintrafen. Als die dann auch endlich da waren, genossen wir das restliche Bier, der Karli und der Zupfer verleibten sich einen Insalata Mista und einen Insalata Nizza (was immer das auch war, glaubt ja sowieso keiner dass die 2 was Gesundes essen würden!!!) ein und der Abend wurde dann auch noch recht nett am Campingplatz beendet (2 Flaschen Martini, an Haufen Bier, ein paar Flaschen Rotwein – man kennt das ja).
Freitag, 16. Juni 2006:
Mit gehörigem Schädlbrummen und anderen Nachwirkungen vom Vortag packten alle wieder ihre Sieben Sachen. Die Jungs machten sich voller Freude *grummel* mit den Vespen auf den Weg, und wir pferchten uns wieder in unseren Multivan!
Und dann begann die Pechsträhne. Nachdem die Rollerfahrer unter uns am Vortag noch so stolz auf deren Fahrzeuge waren, weil keine eingegangen war, zogen dunkle Wolken über Ihren Häuptern auf ... und es dauerte nicht lange, da gab es auch schon das 1. Problem beim Jockey – dieser ärgerte sich sooooo darüber, dass er sich selbst auch glatt noch einen Delle in die Seitenbacke schlug.
Dann wurde der Vespa vom Robi auch etwas zu heiß und zu guter letzt gab die Rally unseres Häuptlings 50km vor Turin gänzlich den Geist auf!
Nachdem wir unser 4-Stern!! Hotel bezogen hatten, gingen wir per Pedes in die Innenstadt von Turin, was sich als kleiner Wandertag erwies. Aber wir erreichten dann doch noch den Piazza de Irgendwas ... da wo halt die Ganzen Vespas waren und rotteten uns gleich mal unter der schönen Rot-Weiß-Roten Flagge zusammen. Wo wir dann auch einige Landsmannen antrafen.
Dann wartete aber schon die 1. Enttäuschung dieser Eurovespa – denn anstatt, dass sich die Veranstalter ein bisschen was einfallen ließen, war jeder Besucher auf sich allein gestellt, und ein gemütliches Beisammensein war nicht möglich. Also verteilten sich alle Vespisti wieder in die vier Himmelsrichtungen, und auch die Altheimer hatschten zurück zum Hotel.
Ganz amüsant im Nachhinein war ja, dass schon alle so genervt voneinander waren, dass sich echt jeder ankeifte wie nur möglich. So gereizt waren wir wohl alle noch nie, aber gottseidank wars bei ausnahmslos jedem so, dass wir dann schon wieder darüber lachen konnten. Ansonsten hätt es wohl gröbere Folgen gehabt ...
Zurück im "wunderschönen Bahnhofsviertel" fanden wir dann gegenüber unseres Hotels eine geniale Bar, die wir nicht mehr verließen – Hammercocktails um 5 Euro – Salami und Käse als Goodies und dann a nu 2 riesen Teller Paella für lau!!!!!!!! Sowas nenn ich Service!!!!
In der Bar wurde es dann schön langsam auch international – nachdem ein paar Hamburger zu uns stießen – ausserdem 3 Finnen, Holländer, Belgier ... keine Ahnung was genau ... irgendwas aus dem Norden halt, und zu guter letzt die Innviertler. Natürlich wurde dann noch bis in die Morgenstunden zwecks Völkerverständigung gefeiert!
Samstag, 17. Juni 2006:
Schädelweh ... so fing dieser Tag an.
Da nicht wirklich was am Programm stand machten wir uns auf zur Dachterasse unseres Hotels. Der einzige Höhepunkt auf den wir hinwarteten war das Galadinner und so schlugen wir ganz gemütlich im Hoteleigenen Whirlpool die Zeit tot.
Am Abend gings dann wieder ab zum Piazza ... ehschowissen ... wo sich alles zum gemeinsamen Corso zur Gala versammelte.
Und das war echt ein Erlebnis – wobei das nicht den Veranstaltern zu verdanken war, sondern den zahlreichen Vespafahrern, die teilnahmen!!!
Also wer dabei war weiß es, und für die, die es versäumten ... war echt geil so viele Vespen auf einen Haufen ... ganz abgesehen von den 2-Takterdämpfen die wir da einatmeten!
Das Galadinner war eh wie gewöhnlich – viel zu wenig Wein, die Organisation mit dem Essen ließ zu wünschen übrig und die Italiener waren wie immer am durchdrehen ... wobei diesesmal die nackten Ärsche fehlten!
Nach dem Dinner gings dann wieder zum Piazza ..., dort gabs dann eine Show wegen 60 Jahre Vespa, welche anscheinend nichtmal so schlecht war -> vorrausgesetzt man sprach fließend Italienisch ...
Naja, nachdem wir recht müde waren (der Vortag steckte uns noch in den Knochen) schafften wir es auch nicht mehr auf den Nighter (von dem wir auch erst 5min. vorher erfahren hatten) da müsste man die Eferdinger fragen wie’s war.
Wir schlürften noch genüsslich unser letztes Becks und begaben uns dann wieder in unsere 4-Sterne Residenz.
Sonntag, 18. Juni 2006:
Nachhause – mehr sag i net.
Oder doch – megagutesriesiegesundvonfreundlicherbedienungserviertes Essen beim Kirchenwirt in Vomp -> ist nur zu empfehlen!!!
Also sind wir mal gespannt ob nächstes Jahr eine Eurovespa zustande kommt. Auf alle Fälle muss da einiges geboten werden damit wir wieder dabei sind!
Abschließende Worte:
Lieber Jockey lass dir sagen
Tu dich nicht immer gleich so plagen
Denn die Moral von der Geschicht -
Seitenbacke verträgt 'nen Fußtritt nicht.
by Johanna
>mehr Fotos gibts hier zu sehen<|
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